Mini Trail Race 2.0

Während eine Woche zuvor noch garstige Konditionen mit Schnee und Kälte herrschten zeigte sich Petrus gnädig und lieferte für die zweite Ausgabe des Minitrailrace 2.0 tolles warmes Sommerwetter. 25 Angemeldete und fünf Nachmeldungen versammelten sich am Sonntag, 15. September in Sta.Maria zum Start. Wie im letzten Jahr hatten die Teilnehmer eine Uphill- und eine Downhillstrecke zu bewältigen. Da letztere dieses Jahr etwas anspruchsvoller war hatten einige grossen Respekt davor und so gab es auch weniger Anmeldungen. Da die Abfahrt spektakulärer war kamen dafür aber mehr Zuschauer.

 

Uphill

 

 

Von Sta. Maria aus ging es über einen Zickzack-Kurs auf der Wiese über die Lingia lunga – eine Teerstrasse, die gefühlt nie mehr aufhört, über die Forstrasse hinauf zum Traileingang vom legendären Trail «Hom dal chapè». Marco Hohenegger aus Fuldera wäre mit 14:05 Minuten der schnellste gewesen, da er jedoch auf der Abfahrt einen Unfall und damit einen DNF (did not finish) hatte, musste er den Titel des Bergaufbarons an Nic Tanei (14:40) aus Scuol abgeben. Dieser hatte lange Zeit auf Biken verzichten müssen, da er starke Knieprobleme hatte. Dieses Jahr ist er zurück und stark wie nie.

 

Downhill

 

Auf dem separat gemessenen Downhill konnte Vito Tschenett mit 2:33 niemand das Wasser reichen. Vito kommt direkt zurück von einem Schlüsselbeinbruch und meinte nur: «Ich bin pacific runter gefahren.»
Bei den Damen war Tinetta Strimmer aus Ardez mit 17:08 wie immer sehr stark beim Uphill. Und für Karin Hofer aus Müstair war es ihr erstes Rennen – dafür hat sie aber den Downhill mit starken 3:55 mit einem riesigen Abstand von 58 Sekunden zur Zweitplatzierten Nadina Grond klar gewonnen.

 

 

Den begehrten Titel «Donna dal chapé» und «Hom dal chapé», welche durch eine Mischrechnung von Up- und Downhill ermittelt wird, dürfen Giuanna Hohenegger aus Fuldera und Simon Weber aus Müstair für ein Jahr tragen.

 

Nici’s Bananarace

 

Während letztes Jahr die Kleinen als Banana-Kids resp. Voluntaris Bananen an die Racer verteilt haben, fand dieses Jahr für sie das Banana-Kids Race statt. Für sie ging es also nicht mehr darum Bananen zu halbieren und verteilen, sondern sie selber zu essen, damit sie auch genügend Kraft in den Beinen für das Rennen hatten.

  

Das Rennen war ein sogenannter «Fox hunt». 14 Kiddies nahmen in zwei Kategorien teil. Als Training gab es am Mittwoch zuvor gemeinsam mit Nicci eine kleine Tour – so konnten sie ebenfalls den «Hom dal chapé» den Downhill der Erwachsenen fahren. Am Renntag starteten die Kiddies in zwei Gruppen, zuerst die Kleinen. Es galt sieben Runden des ausgesteckten Kurses zu absolvieren. Der Fuchs – Nicole – startete nachdem die Kids die erste Runde absolviert hatten. Die Schwierigkeit für den Fuchs, sie durfte die Kinder nur im Uphill überholen. Als einziger holte sie der Gewinner Matteo Fischer nicht ein.

  

 

Danach folgte das Gleiche Prozedere mit den älteren Kids. Es war erst dann als es Nicole dämmerte, dass sie ja zwei Mal sieben Runden fahren musste und war dementsprechend nicht mehr so frisch. Damit der etwas ermüdete Fuchs überhaupt eine Chance hatte, wurde kurzerhand die Regel geändert und sie durfte auch auf dem Downhill ihre Jäger überholen.
Auch der Powerbooster, den sie noch bekam half nicht viel. Bis zum Ziel holten sie alle bis auf Sofia und Salome ein. Die Siegerin Sofia Roussette gewann mit Stil und kreuzte die Ziellinie in einem Wheelie. Es war ein harter Kampf für Fuchs Nicole, zumal sie den ganzen Juni und Juli jeden Tag am arbeiten oder guiden war.

 

Ein grosser Dank gebührt den Voluntaris: Niccis Familie, Mo & Family und den Bikefreunden. Ebenfalls einen Dank an den tollen Fotografen Roger Mehli sowie an alle Sponsoren, durch welche die tollen Sachpreise von Giro und das Preisgeld ermöglichten. Weiter gab es selber gedruckte T-Shirts von Mo mit dem von Nicole entworfenen Logo zu gewinnen. Gegessen wurde im Hotel Stelvio: Suppe und Pasta. Lecker! Alles in allem war der Tag geprägt durch die gute Stimmung, Musik und gemütlichem Beisammensein und alles ging ganz locker flockig daher.